Kommunikation vor Gericht und Vorbereitung von Zeugen und Mandanten auf (gerichtliche) Vernehmungen

Informationen:

Seminarnummer:
28062022
Referent(en):
Frank Maurer
Ort/Anschrift:
Online-Seminar
Kategorien:
Anwalt in eigener Sache, Online-Seminare
Termine:
28.06.2022 09:30 Uhr  – 18:00 Uhr
Preis (DAV-Mitglieder):
470,05 € inkl. USt.
Preis (Nicht-Mitglieder):
535,50 € inkl. USt.

Beschreibung

9:30 bis 15:00 Uhr: Das ganze Repertoire – zielführende Kommunikation vor Gericht und „hinter der Kulisse“

Jeder forensisch tätige Anwalt kennt die kommunikativ schwierigen Situationen im Gerichtssaal zu Genüge, gerade auch mit den Richtern:

  • Mein (Beweis)Antrag stößt offenkundig auf richterliche Ablehnung, gar bevor er gestellt wird. Was habe ich „falsch“ gemacht, was kann ich „besser“ tun?
  • Die Gegenseite redet ohne Punkt und Komma. Wann bin ich eigentlich mal dran?
  • Der Richter unterbricht mich ständig. Muss ich mir das bieten lassen?
  • Der Vorsitzende unterbricht meine Zeugenbefragung mit „Die Frage wurde doch schon gestellt“. Was kann ich tun?
  • Sagt der Vorsitzende doch „Die Frage hat mit dem Beweisthema nichts zu tun“. Ja warum denn nicht?
  • „Der BGH ist weit weg“ – was will der Richter mir damit sagen?
  • Wie gehe ich mit den verschiedenen schwierigen Richtertypen (Despot, herrischer Richtertyp, überkluger Richter etc.) am besten um?
  • Machen Befangenheitsanträge Sinn und was ist die sinnvolle Alternative?
  • Wie wirke ich (im Gerichtssaal)?
  • Was beeinflusst den „persönlichen Eindruck“ von mir und von meinem Gegenüber?
  • Wie kann ich mein Gegenüber besser verstehen?
  • Wie fördere ich Sachlichkeit in schwierigen Gesprächssituationen?
  • Wie kommuniziere ich „erfolgreich“ und was macht erfolgreiche Kommunikation aus?

Unser Leben ist Kommunikation; erst recht auch das Leben eines Rechtsanwalts. Kommunikativ schwierige Situationen gibt es daher häufig und überall. Fatal, dass sich die juristische Ausbildung nur unzureichend mit dem Thema Rhetorik und Kommunikation beschäftigt.

Dieses Seminar zeigt, wie Anwälte kommunikativ schwierige Situationen im Prozess besser und effektiver meistern können!

Teilnehmer des Seminars bestätigen: Dieses Seminar bietet den ultimativen Handwerkskoffer für die erfolgreiche Kommunikation von Anwälten. Ein Seminar von einem Richter, der es wissen muss: von der Praxis, für die Praxis!

15:30 bis 18:00 Uhr: Über die Vorbereitung von Zeugen und Mandanten auf die (gerichtliche) Vernehmung

- Möglichkeiten, Grenzen und Auswirkungen -

Aus dem amerikanischen Gerichtssystem ist bekannt, dass Zeugen von Anwälten geradezu „präpariert“ werden, bis hin zum Einüben der Zeugenaussage, dem Diskutieren und Füllen von Erinnerungs- oder Wahrnehmungslücken.

Diese Art der Vorbereitung von Zeugen schient dem deutschen Rechtssystem fremd zu sein. Aber auch in Deutschland hat jeder Rechtsanwalt, der für eine Tatsache Zeugenbeweis antritt, das Ziel bestmöglicher Ergebnisse in der Beweisführung. Das gilt selbstverständlich auch für die gerichtliche Befragung des eigenen Mandanten. Die Vorbereitung von Zeugen/Mandaten liegt daher auch in Deutschland nahe, scheint geradezu geboten. Dennoch bestehen große Unsicherheiten über die Grenzen des Zulässigen und die tatsächlichen Auswirkungen.

Dieses Seminar beleuchtet erstmals ausführlich die Möglichkeiten und rechtlichen Grenzen sowie die praktischen Auswirkungen der Vorbereitung von Zeugen und Mandanten auf die (gerichtliche) Vernehmung.

Das Seminar bietet einen echten Mehrwert für die alltägliche Praxis.

Dr. Frank Maurer, Vors. Richter am Landgericht Stuttgart und Lehrbeauftragter, Universität Tübingen

Der Referent ist Lehrbeauftragter der Juristischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen für Aussagepsychologie und Forensische Rhetorik - Kommunikation im Straf- und Zivilprozess. Er ist Herausgeber von „Der Strafprozess – Strategie und Taktik im Ermittlungsverfahren“ sowie „Technik und Taktik der Befragung“, 3. Auflage des Lehrbuch-klassikers zur Technik und Taktik der Vernehmung (voraussichtlich Ende 2021). Zudem ist er Autor u.a. von „Der Strafprozess – Strategie und Taktik in der Hauptverhandlung“, Kapitel „Das Fragerecht“ und „Protokollierungsanträge“ sowie von „Voraussetzungen und Grenzen anwaltlicher Zeugenvorbereitung“, in NJW 2018, 257 ff. u.a.


« zurück zur Übersicht